PeterAbschaltung DAB Pilotprojekt und Mittelwelle

mit Ende 2008 wird das Pilotprojekt DAB in Wien und Tirol beendet.

dab logo

Welches System in Zukunft für die Abstrahlung von digitalen Radio eingesetzt wird, steht noch nicht fest. Wenn sich neue Entwicklungen ergeben, werde ich hier darüber berichten. Interessant wird, wie sich die Einführung von DAB+ in Deutschland gestaltet. In Österreich wird eine von der Behörde eingesetzte Arbeitsgruppe dieses Thema behandeln.

Ebenso wird aus Kostengründen auch die Abstrahlung von Radio 1476 auf Mittelwelle (Bisamberg 1476 kHz) mit Jahresende 2008 eingestellt.

bisamberg suedmast
MW Bisamberg Südmast
Ignaz am 16. Dez, 11:53

Abschaltung Bisamberg?

Guten Tag!

Werden am Bisamberg noch andere Programme abgestrahlt, oder wird der Betrieb zur Gänze eingestellt?
Peter antwortete am 16. Dez, 12:42

Bisamberg

der Betrieb wird zur Gänze eingestellt. Natürlich werden wir versuchen andere Kunden zu gewinnen.
Alexander antwortete am 23. Feb, 09:44

Zufahrt - Wien

Hallo,

wie erreiche ich eine Optimale zufahrt mit den Öffentlichen aus Wien , und wann ist die Sprengung genau. Laut Internet kurz vor 12 und um kurz vor 15 uhr - im kurier ist die rede aber von viel früheren Stunden ??

Was wird zwischen 12 und 15 Uhr passieren -> stille?
Wie gestaltet sich die Anfahrt mit Öffis aus Wien ?
peter (ors) antwortete am 23. Feb, 10:22

Anfahrt öffentlich

mit Strassenbahn 31 bis Stammersdorf
Andreas am 16. Dez, 13:48

Schade um DAB...

Irgendwie ist es schon schade um DAB. Habe es immer sehr genossen, auf der Inntalautobahn zu fahren und z.B. FM4 ohne Aufrauscher, Verzerrungen etc. zu geniessen. Ging von der deutschen Grenze bis zum Brenner einwandfrei, und das nur mit 1kW vom Patscherkofel und 250W von der Seegrube. Schon erstaunlich...
Naja, aber so schlecht wie es mit DAB/DAB+ in Deutschland laeuft, ist das kein Wunder... Und der ORF muss eh sparen...
Benjamin am 16. Dez, 13:55

Ich finde die Abschaltung der 1476 auch etwas traurig, da ich gerne die Frequenz und das dazu gehörige Programm gehört habe. Aber nach den angekündigten Sparplänen war mir fast klar, dass es soweit kommen würde. Schade!
otto antwortete am 16. Dez, 17:44

über Stream werden die MW-Sendungen weiterhin empfangbar bleiben:
http://1476.orf.at/
sogar in einer erweiterten Form mit Wiederholungen über ein 24h-Raster und einem neuen Projektnamen. Die bestehenden Sendungen werden unverändert produziert, nur die Abstrahlung per MW entfällt.
Gerald am 16. Dez, 14:19

Wie geht es weiter mit dem KW-Zentrum Moosbrunn?

Weiß jemand, wie es mit den Kurzwellenausstrahlungen in Moosbrunn weitergeht?
Der aktuelle ORF-Sendeplan für die Kurzwelle endet schon am 31.Dezember.
peter antwortete am 19. Dez, 09:17

Moosbrunn

Richtig ist, dass der ORF bereits den Umfang seiner KW-Sendestunden um
rund 15 Stunden täglich reduziert hat und in den nächsten Jahren weiter
reduzieren wird, sodass langfristig nur mehr Informationssendungen für
Europa und Übersee im Umfang von etwa 5 Stunden täglich erhalten
bleiben. Es ist also nicht von einer Schließung der Sendestation die
Rede, wie schon mehrmals zu hören war.
Gleichzeitig soll die ORS die freiwerdenden Kapazitäten verstärkt
vermarkten. Derzeit nutzen schon Anbieter wie RCI-Montreal
(Sendungsaustausch), VoVietnam, BBC, DW, TWR, AWR und FEBA die
Sendeanlagen von Moosbrunn. Weitere Anbieter sind dazu im Gespräch.
Martin am 18. Dez, 16:16

MW ideal für mobile Information

Was nutzt mir ein Stream, wenn ich mit dem Auto oder Boot unterwegs bin und gerne kostenfrei deutschsprachige Informationen empfangen möchte?

Wenn ich meine UMTS-Karte anwerfe, dann kann ich auch die Journale von Ö1 streamen.
Anselm antwortete am 21. Dez, 03:09

Also ich muss sagen ich hab die 1476 gerne (auch im Auto) gehört, die MW ist für mich praktisch weil ich oft im benachbarten Ausland bin und jedes Radio ein MW Teil hat. Was passiert eigendlich mit dem MW Sender in Dornbirn? Da dürfte ja auch noch alles vorhanden sein....also ich würd dort einen neuen TRAM 100 mit Orban Optimod AM93 dort aufstellen *g*
HA antwortete am 28. Dez, 09:34

Radio 1476 + DRM

Ich finde es schade, dass Radio 1476 abgeschaltet wird. Mit seinem einzigartigen Programm in der österreichischen Medienlandschaft ein echter Verlust für viele Hörer.
Das wäre die Chance für DRM um den Sender in diesem Modus weiter zu betreiben und es gäbe sicher viele Synergieeffekte für beide Seiten – Hörer und Betreiber.
R antwortete am 29. Dez, 13:17

@HA
Das mit DRM ist ja wohl endgültig abgehakt nachdems bis heute keine geeigneten Empfänger für den Massenmarkt gibt. Wozu in eine Technologie investieren wo es keine Hörer gibt. Aber für ein Wortprogramm
wär die MW Ideal (Ö1 Inforadio zB). Vielleicht findet sich ja ein Nutzer oder Programmanbieter der die schöne Sendeanlage weiterbetreibt. Ich denke mal damit sich die Anlage rentiert müssten beide Frequenzen also auch die 585 wieder on air gehen. Für nur einen Sender ist die Anlage wohl zu groß...
PW antwortete am 11. Jan, 02:26

ORF Inforadio

würde ich mir auf 1476 AM wünschen, aufgelockert mit nicht schubladen-kategorisierter Musik. Mit stündlichen Nachrichten. Sport & Musik könnte man dort auch wieder aufleben lassen, und vieles mehr.

Der Nordmast kann ruhig fallen, den braucht man wirklich nicht mehr. Man höre sich an was RTV Slovenia auf 918 aus Domzale mit der vergleichsweise winzigen Antenne die da steht zusammen bringt. Wenn sie sieht glaubt man es kaum, dass man das von Salzburg bis Wien und selbst innerstädtisch hören kann. Einen tollen Sender und Kompander haben sie IMHO auch. Der fetzt.

OE1-international ist Murks der 3. Generation. Analoge KW mit 4,5 kHz Audiobandbreite ist so ziemlich das letzte Medium was sich für Operndauerübertragungen und Konzerte eignet. Besonders im Nahbereich (<= 1000 km) ist das 49 m Band per se ein Graus, und der ORF komischerweise immer und überall einer der am schwächsten und schlechtesten empfangbaren Sender im Bereich 5-7 MHz.
Warum performt der eigentlich so schlecht?

Man höre sich dagegen mal Radio China international auf dem Relais der ehemaligen fröhlichen Wellen von RTL an - da fliegt das Blech weg.
funki am 24. Dez, 10:03

Tolle Lesitung vom SuperAlex...

...einfach alles was am ersten Blick nicht super rentabel aussieht abzuschalten. *kopfschüttel*. Was kann der Betrieb von der handvoll DAB-Sender schon kosten? OK der Bisamberg hat vielleicht einen hohen Stromverbrauch, aber sicherlich lächerlich zudem was "Mitten im Achten" gekostet hat. Vielleicht sollte man überhaupt alles abschalten, weil man kann sich ja eh alles mittlerweile übers Internet streamen. Ist halt blöd im Auto, da muss ich dann die UMTS-Datenkarte in den CD-Schlitz stecken oder eine SAT-Schüssel auf dem Dach montieren.
Könnt ihr euch noch erinnern? Da gabs mal eine sehr grosse bunte österreichische Tageszeitung, über deren Inhalt man durchaus streiten kann, aber die hat von heute auf morgen gesagt dass sie ab nun nur mehr im Internet erscheint um Druckkosten zu sparen. Habt ihr von der noch was jemals wieder gehört?
PW antwortete am 11. Jan, 01:52

Der kann nichts machen.

So wie in einer AG ein GD nicht gegen den Vorstand an kann, kann der ORF GD nicht gegen den Stiftungsrat an. Denen muss man klar machen, dass sie die Reputation der Österreichischen Rundfunks im Ausland kaputt sparen!
Hans am 2. Jan, 13:12

Schade um DAB

Schade, dass das DAB Pilotprojekt nun endgültig beendet ist. Danke für die letzte Gnadenfrist, nachdem der defekte MUX repariert worden ist.
Ich werde die gute Tonqualität vermissen. Diesbezüglich bietet das "Digitalradio" über Kabel leider keinen Ersatz.
Hans
Franz BRAZDA am 8. Jan, 16:54

DAB auf K5 vom Kahlenberg ?

Da die ehemalige ORF 1 VHF K5 Frequenz jetzt frei wäre, könnte man ja dass DAB Paket vom Kahlenberg aus ausstrahlen. Die Sende Reichweite würde meiner Meinung den gesamten Osten Österreichs betragen. Die Sender am Küniglberg, Kraftwerk Simmering bzw. Bisamberg bräuchte man dann nicht mehr. Die Kosten sollten marginal meiner Meinung nach sein. Habe etwa in Wolfberg/Ktn. einen DAB Empfänger zum Verkauf gesichtet.
LG
Franz aus Wien
Michael am 12. Jan, 06:34

In tiefer Trauer...

...habe ich gerade diese Meldung gelesen, nachdem ich, an meinem ersten Arbeitstag heuer, gerade im Büro erfolglos versucht habe, DAB zu empfangen, und schon so etwas in der Art befürchtet habe.

Da ich leider sonst keine Möglichkeit habe, Ö1 in einer solchen Qualität zu empfangen (UKW rauscht in meinem Büro teilweise ganz beachtlich, eine SAT Schüssel kann ich mir auch nicht einfach aufstellen, und der Internet-Stream ist einfach zu schlecht), trifft mich die Abschaltung besonders hart.

Aber als Ö1-Hörer ist man ja prinzipiell schon eine Randgruppe, und gewohnt, als erster den Sparstift zu spüren...
Oliver_L antwortete am 22. Jan, 08:44

Sehr richtig...

...es ging mir ebenso am ersten Arbeitstag im neuen Jahr. Damit wären wir wieder im Zeitalter Marconis angekommen, was die terrestrische Ausstrahlung von Radioprogrammen betrifft. Und mein (nicht ganz billiges) DAB-Radio werde ich wohl nach Deutschland oder in die Schweiz verkaufen, wo's das ja glücklicherweise (noch?) gibt. Man mag argumentieren, dass DAB nie richtig populär geworden ist, aber wenn man (zumindest hier in Österreich) den Testbetrieb praktisch im Geheimen durchführt, braucht man sich da nicht wundern. Schade!
ernstibub am 12. Jan, 20:03

schade

schade, dass das abgedreht wurde. ich würde mich wirklich über eine möglichkeit freuen, ö1 und fm4 irgendwo in guter digitaler qualität empfangen zu können -- sat ist oft unpraktikabel und außerdem nur 192kbit MP2 (goTV hat einen 320kbit audiostream, FM4 nur 192kbit, sehr schräg), und der Internet-Stream ist sowieso furchtbar. von mir aus auch über dvb-t, warum nicht.
Hans Kamper Wien am 17. Mrz, 15:54

Bin selber eifriger DAB - Hörer gewesen und vermisse die hervorragende Klangqualität dieser Sendeart. Wer in der Nähe von UKW Sendern wohnt weiß um die Störungen im Vorbeifahren im Autoradio. Das gab's im DAB - Betrieb nicht. hat man die Reichweite des Senders verlassen (kein Rauschen sondern nur Aussetzer) so konnte man deutlich den Unterschied der Sendequalität zum UKW - Empfang hören. Mir. wie sicher hunderten von Hörern die sich mit einigen finanziellen Aufwand ein DAB - Radio kauften fühlen sich vor den Kopf gestoßen, zumal die Abschaltung (für mich) ohne vorherige Ankündigung erfolgte.
Christian am 7. Feb, 15:05

Mastsprengung - Rettungsversuch

Die Abschaltung der Mittelwellensender war ja schlimm genug, jetzt sollen beide Masten gesprengt werden, wie ich vor 2 Wochen erfuhr. Ich versuche nun, das zu verhindern und sie zum Weiterbetrieb zu mieten: http://fsmat.at/~calm/bisamberg/

Der DAB-Sender steht noch dort, wenns klappt wuerd ich den ev. auch gleich mieten und reaktivieren...

Bitte um Eure Meinung dazu.

lG
Christian
Wolfgang antwortete am 9. Feb, 16:56

Ich bin eher nur für DAB-Sender reaktivieren! Wird wirklich höchste Zeit!
Peter antwortete am 10. Feb, 12:54

Ich habe dem Pressemitarbeiter der ORS eine Protestnote geschickt aber der hat mir nicht einmal geantwortet.
Das Problem ist ganz oben zu suchen beim Stiftungsrat. Die sind Laien in Sachen Rundfunk. Es weden Mio. ausgegeben um zwischen 19:30 und 20:00 ORF2 Seher zu ORF1 Sehern zu machen - eine Neukundenakquise ist ja kaum möglich, ausser unter den Schwarzsehern :)
Mit den paar Mio. könnte der Betrieb der gesamten Auslandsdienste für Jahre gesichert werden.
Anselm antwortete am 11. Feb, 14:15

@ Christian
Einen Programmveranstalter zu finden der bereit ist in die Anlage zu investieren ist sicher nicht leicht. Die Masten haben doch schon einige Jahre auf dem Buckel, das kostet sicher eine Menge die instandzusetzen das ein Statiker seinen Segen gibt.
Hoffentlich bleibt die Anlage erhalten und ich kann bald wieder was auf der Mittelwelle hören!
Spenden würde ich auf jeden Fall.

PS.:Auf UKW ist alles dicht belegt und hier gäbs 3 tolle Möglichkeiten (585,1026 und 1476) Programme zu übertragen eventuell auch in DRM.
Franz Brazda antwortete am 12. Feb, 10:55

MW-Sender Dobl bei Graz Mast steht auch noch !

Was kostet eigentlich die Instandhaltung des MW-Sendemastes in Dobl bei Graz. Und wer finanziert diesen ?
LG
Franz aus Wien
Anselm antwortete am 12. Feb, 21:57

Der Sender in Dobl wird von Amateurfunkern ehrenamtlich betreut. Das Areal gehört der Gemeinde Dobl, die es vom ORF erworben hat. Vor einiger Zeit sind die Pardunen erneuert worden und die Trennisolatoren entfernt worden. Am Mast sind Antennen für Mobilfunk befestigt, die Miete wird zum Erhalt des ehemaligen Senders verwendet des weiteren auch über Spenden. Anlage ist unter Denkmalschutz weil es die einzige original erhaltene Sendeanlage ist. www.sender-dobl.at
PW antwortete am 16. Feb, 17:04

@ Anselm

Die Masten am Bisamberg sind beide so ausgelegt, dass sie auf 585 und 1476 schwingen. 1026 würde u.U. eine Anpassung erfordern.

Seit 31.12.1994 werden 585 Wien und 1026 Dornbirn nicht genutzt und wurden per RTR Entscheid vom 03.09.2002 dem ORF bereits entzogen.

Mal ehrlich: Wirklich brauchen tut man den Nordmast nicht, auf Grund der flachen Charakteristik ist er als Hochleistungs-Ortssender (max. 1,2 MW) für den Tagbetrieb gedacht.

Ich persönlich würde mir als Kompromiss dem Abbau des Nordmastes zustimmen und die Erhaltung des Südmastes wünschen, so wie es im Vorjahr ursprünglich geplant war - evtl. Erhalt durch Verein so wie in Dobl mit Unterstützung von Gemeinden, Spenden und Sponsoren.

Dann bliebe immer noch die Option auf 585 und/oder 1476 für Fernempfang ab Eintritt der Dämmerung.

Für DAB hat die Mastsprengung eigentlich keine Auswirkung, die Antennen befinden sich auf dem Sendehaus. Die Frage hier ist, wie die Zuspielung funktioniert hat - die Standleitung ist sicher nicht billig und Ballempfang FM 92,0 mit 15 kHz analog Stereo vom Kahlenberg macht nicht wirklich Sinn als Zuspieler für DAB, oder?
Anselm antwortete am 18. Feb, 22:38

Das wär schön wenn der Südmast erhalten bliebe...
Gibt es eigendlich eine Möglichkeit auf dem ORS gelände die Mastanlage noch vor der Sprengung zu fotografieren? Wo müsste man da fragen ?
Franz Brazda antwortete am 19. Feb, 12:45

Sendegebäude ohne Sendermast ist uninteressant !

Man sollte zumindest den kleineren Südmast der nahe dem Sendergebäude liegt stehen lassen.
Ein Sendegebäude ohne Sendermast ist uninteressant und wird den Sender Bisamberg schnell in Vergessenheit bringen was dadurch einen baldigen Abbruch zumindest eine Umfunktion (Denkmalschutz) des (Sende)Gebäudes bedeutet.
LG
Franz aus Wien