ReinholdUmstellung Sendeanlage St. Gallenkirch auf UHF

Am 10.12.2008 wird die noch bestehende digitale Versorgungslücke im Montafon geschlossen. In Ergänzung zu den bereits am 16.9. umgestellten Sendeanlagen Schruns-Golm und Gaschurn wird nun die Anlage St.Gallenkirch für den DVB-T MUX A umgebaut.
Erstmals wird dabei im Zuge des bundesweiten DVB-T Rollouts eine Anlage von ausschließlich VHF (Band III) auf digitalkonforme UHF-Kanäle (Band IV/V) umgerüstet.
Als Sendekanal kommt dabei der Kanal 38*) zur Anwendung, sodass die drei Anlagen für das Montafon im Gleichwellennetz (SFN) in Betrieb sind.

Für die Teilnehmer, die bisher die ORF-Fernsehprogramme von dieser Sendeanlage über Antenne empfangen (Information über Schriftinserts ab 18.11.), müssen daher Ihre Empfangsanlage auf eine UHF-Empfangsantenne adaptieren. Dabei ist auf die entsprechende Ausrichtung der vertikalen Polarisation (Antennenelemente senkrecht zur Erde) zu achten!

Analog bis 10.12.2008: ORF1 Kanal 6, ORF2-V Kanal 10
DVB-T ab 10.12.2008: MUX A (ORF1, ORF2-T, ORF2-V, ATV) Kanal 38*)
Polarisation = Vertikal !

*) vorbehaltlich der Frequenzzuteilung

SA St.Gallenkirch Mastansicht Bestand
Sendeanlage St.Gallenkirch für das Versorgungsgebiet Mittleres Montafon und Gargellen (dzt. Betriebszustand mit VHF-Sendeantenne)
waldbrand am 18. Nov, 16:41

Eine tolle Beschreibung, sie sollte für jedermann verständlich sein,
der Laie kann damit seine Empfangsantenne richtig ausrichten
und der Profi wird sich an *) erfreuen.
Weiter so !
Alexander am 19. Nov, 19:26

Zukunft von VHF

Super Beschreibung und Bild, danke.
Wofür wird VHF in Zukunft verwendet? Ich kann mir nicht vorstellen, dass das knappe Gut Frequenzen teilweise ungenutzt ist.
waldbrand antwortete am 26. Nov, 12:46

Frequenzen sind ein knappes gut, keine Frage.
Die Zukunft des Band III wird in den Ländern der europäischen Union diskutiert und unterschiedlich gesehen.

Die Wellenausbreitung ist günstig, die benötigten Mindesfeldstärkewerte sind geringer als in UHF-Bereich. Dafür müssen die antennen größer als dort sein, zudem gibt es mehr Hintergrundrauschen ("Man maid noise").

In Österreich gibt es im Moment keinen konkreten Beschluss der zukünftigen Nutzung dieses Frequenzbereiches.

Im Plan G06 (aktuelle Widmung der ITU [International Telecommunication Union) hat Österreich eine landesweite Bedeckung für DVB-T und (fast) 3
landesweite Bedeckungen für T-DAB.