PeterDVB World 2008 in Budapest

heuer fand die jährliche DVB Konferenz in Budapest statt.

dvb world 2008

Bei dieser Konferenz erfährt man von den wirklich zuständigen Entwicklern und Repräsentanten, was in den nächsten Jahren in Bezug auf DVB geplant ist.
Antenna Hungaria präsentierte auf ihrem Stand ein HDTV Projekt, welches über ihr 12 GHz terrestrisches Netz für den Raum Budapest abgestrahlt wird.

hdtv ah

Man darf sich in Budapest also nicht wundern, dass manche SAT-Antennen merkwürdig im Bezug auf Elevation eingestellt sind.
Nachdem Viviane Reding (EU Kommissarin für Medien) die Konferenz eröffnete, folgten sehr informative und interessante Vorträge.

Nachfolgend ein paar Highlights:
ein breiter Diskussionspunkt war der Sicherung des Contents im Haushalt (DVB-CPCM = Content Protection Content Management) gewidmet.

Aus Belgien wurde ein MHP Kabel Projekt vorgestellt, welches sogar Einnahmen lukriert. Hier liegt der Schwerpunkt auf Video On Demand Angebote. Allgemein war in den Vorträgen allerdings zu vernehmen, dass MHP zur Zeit leider noch kein Erfolgsprodukt ist. Ein grundsätzliches Problem ist die noch immer offene Lizenzierung, weshalb sich auch das DVB Konsortium sehr distanziert zur mhp Verwendung verhält.

zu DVB-SH (Satellitenempfang via Handheld): der Satellit W2A wird im Q1 2009 gestartet und ist ein gemeinsames Projekt von Eutelsat und Astra.
Gesendet wird vom Satellit im S-Band (2.170-2.200 GHz).

zu DVB-T2: Ende März 2008 werden die finalen Spezifikationen publiziert.
Wenn die Lizenzfrage schnell geklärt wird, könnten die Chips Anfang 2009 erzeugt werden. 2010 könnten dann die ersten Ausstrahlungen erfolgen und Endgeräte auf den Markt kommen.
Mit den neuen Verfahren erreicht man eine Effizienz von mind. 30% bei der Bitrate. Es werden viele Anteile von DVB-S2, wie das Codierungsverfahren, übernommen. Eine Einführung in UK wird gemeinsam mit HDTV erwogen.

Wenn DVB-T2 fertig ist, beginnt die Arbeit an DVB-C2 für die digitalen Signale im Kabel.

Am Ende wurde noch IPTV versus Internet-TV kritisch betrachtet. IPTV ist in Frankreich mit ca. 5 Mio. Nutzern ein großer Erfolg.
Franz BRAZDA am 18. Mrz, 15:21

SAT-Antennen mit niederer Elevation in Budapest !

Mit den Parabolschüsseln (Satantennen) hat sich die Antenna Hungaria viel Geld erspart. Nicht so wie in Wien mit den Verkabelungen. Das gibt schon länger in Budapest. Fast jedes verkabelte Haus hat somit eine eigene Uplinkstation die das Signal direkt vom Budapester Hausbergsender empfangen. Somit hat man sich viel Kupferkabeln unter der Strasse erspart. Auch die Wartungskosten sind dadurch geringer. Signal (verschlüsselt) ist tlw. mit empfindlich erhöhten Antennenaufwand bis in den Wr. Raum zu empfangen.
LG
Franz aus Wien